MANV groß – Klein Köris, Chausseestraße

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MANV groß – Klein Köris, Chausseestraße

17:45Uhr – wir bekommen telefonisch die Info über den Übungsbeginn. Die Mannschaft macht sich und die Fahrzeuge bereit. Bereit für eine Großübung des DRK, des ASB und des THW.

Wir sind eingeladen an dieser Übung teilzunehmen. Dankend nahmen wir ein solches Angebot an. Wann bekommen wir sonst wieder die Möglichkeit, das Zusammenspiel zwischen mehreren Hilfsorganisationen zu proben?
Unser Boot geht zu Wasser. Es wird der Sammelpunkt in Klein Köris angesteuert. Auch unsere Fahrzeuge werden hier hin versetzt. Dort angekommen gibt es nähere Details zum „Einsatz“. Explosion in einem Feriencamp. Mehrere Verletzte. Eine Rettung der Verletzten und zu Evakuierenden über dem Landweg ist nicht möglich.

Es wird eine logistische Meisterleistung alle Personen über den Seeweg zu retten. Dies wird zur Hauptaufgabe der DRK- und ASB-Wasserwacht. Unser Boot soll übersetzen. Kategorisierung der verletzten Personen und Unterstützung beim Abtransport der Verletzten. Mit dabei die Kameraden der Feuerwehr Teupitz mit MTW und Mehrzweckboot.Am Sammelpunkt laufen die Vorbereitungen seitens des THW, des DRK und der Feuerwehr. Aufbau des Schwimmsteges, des Sichtungszeltes und Ausleuchten des Ufers und der Übergabestelle. Jeder seiner Gruppe weiß, was er zu tun hat und unterstützt ggf. die anderen Organisationen.

Notarzt und weitere Helfer werden von den ersten eintreffenden Booten abgeholt und zur eigentlichen Einsatzstelle verbracht. Nach kurzer weiterer Zeit erfolgt die Anforderung weiterer Kräfte der Feuerwehr..

Ein Teil von uns macht sich bereit und muss zum eigentlichen Einsatzort, dem Feriencamp, übergesetzt werden. Nach der ersten Erfassung der Verletzten sind sie diejenigen, welche die Verletzten und zu Evakuierenden in die Rettungsboote verbringen. Die schnellen Rettungsboote der Wasserwacht benötigen nicht viel Zeit vom Einsatzort zur Übergabestelle. Jetzt heißt es den Rettungsdienst zu unterstützen. Die Verletzten werden aus den Booten übernommen und an Land verbracht. Sichtung und Erstversorgung durch das medizinische Personal. Einweisung der Krankentransportwagen und Koordination der Verletzten zum Abtransport ins abgelegene Krankenhaus ist Aufgabe der Feuerwehr.

Das Wetter ist nicht gerade das freundlichste. Der Wind lebt auf, feiner Regen tut sein übliches dazu. Die Dunkelheit ist kein Freund der Bootsführer auf unbekannten Gewässern. Doch gemeinsam auf den Seen und mit dem „Leuchtturm“ am Ufer wird die Aufgabe etwas leichter und alle Beteiligten mit ihren Booten kehren ohne Schäden oder Verluste an den Sammelpunkt zurück.

Abschließend geht es nach dem Abbau aller Gerätschaften nacheinander ins abgelegene „Krankenhaus“. Einem Feldlazarett ähnelnd, sehen die durch die SEG aufgebauten Zelte zur Behandlung der Verletzten aus. Die Fahrzeuge stehen ordentlich aufgereiht an ihren Plätzen und einzelne Gruppen unterhalten sich über den Verlauf der bisherigen Übung. Nach einem langen Abend verabschieden wir uns dankend und kehren gegen 23:30Uhr wieder zum Gerätehaus zurück.

Über den Ausgang der Übung zu urteilen steht uns nicht zu. Zumal dies auch der erste Tag des gesamten Übungsgeschehens war. Die Auswertung erfolgt durch die Leiter der Einsatzübung, wenn diese beendet ist. Wir haben unseren Teil zu dieser Übung beigetragen und sind froh, hierbei Erfahrungen gesammelt zu haben. Erfahrungen, die wir in unseren eigenen Übungsdiensten so nicht hätten erlangen können. Die Erfahrungen werden der Übungsleitung mitgeteilt. Das Zusammenspiel der Organisationen an unserer Übergabestelle klappte reibungslos. Alle packten an, wo es notwendig wurde.

Wir hoffen, auch an zukünftigen Übungen beteiligt zu werden und möchten uns auch auf diesem Wege bei den Organisatoren der Übung bedanken.

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